Konzertreise vom 24.05. - 31.05.2009
Die Musikerinnen und Musiker der Black-Forest Brassband Altensteig unter der Leitung ihres Dirigenten Tobias Steeb, sind von der achttägigen Tournee durch Israel und die Westbank (Bethlehem) zurückgekehrt.
Dank vieler freundschaftlicher Kontakte zu unterschiedlichen Institutionen, politischen Verantwortlichen in Israel, Deutschland und dem palästinensischen Autonomiegebiet, war es möglich, diese außergewöhnliche Konzertreise unter dem Motto: MUSIK - EIN WEG ZU FREUNDSCHAFT UND VERSÖHNUNG, durchzuführen.
Sowohl musikalisch, aber vielmehr noch hinsichtlich der Begegnung mit den Menschen in Israel und Palästina, werden diese Tage bei den Bandmitgliedern aber auch in den bereisten Regionen, positive und Mut machende Signale hinterlassen. Schon das Auftaktkonzert in der im Norden gelegenen Stadt Naharija, das die Brassband mit dem Tzahal-Orchester aus Israel gemeinsam gestaltete, setzte ein außergewöhnliches Signal. Für das Publikum und die Musiker aus Deutschland und Israel war es eine neue Erfahrung und ein Zeichen von freundschaftlicher Verbundenheit, die israelische Nationalhymne (haTikwa) unter der Leitung eines Dirigenten aus Deutschland zu spielen.
Beim Konzert in der Musikakademie in Jerusalem vor jugendlichen Musikschülern und Musikstudenten, war auch der Kulturbürgermeister anwesend, dem die Grußwortschreiben und Gastgeschenke von Landrat Köblitz und des Bürgermeister von Altensteig, Gerhard Feeß überreicht wurden. Die Zuhörer reagierten immer wieder mit euphorischem Applaus auf die Musikbeiträge der Black-Forest Brassband.
Besonders herzlich und offen wurden die Musikerinnen und Musiker von den Bewohnern der Heime für Überlebende des Holocaust empfangen. Berichte, die während der Konzerte in diesen Einrichtungen gegeben wurden, gewährten einen Einblick in das persönliche Lebensschicksal von Menschen, die weltweit unter Verfolgung gelitten haben, wegen ihrer jüdischen Herkunft.
Am sechsten Tag wurde das Ausmaß des Nahostkonflikts bei der Fahrt nach Bethlehem, das von der palästinensischen Autonomiebehörde verwaltet wird, besonders deutlich. Es ist nur möglich, nach Passierung einer besonderen Sicherheitszone in dieses Gebiet zu gelangen. Der Besuch zweier von Deutschen geführten Einrichtungen, die sich in besonderer Weise um die Förderung, Ausbildung und medizinische Versorgung behinderter palästinensischer Jugendlicher und Kinder kümmert, machte deutlich, dass es trotz vieler Probleme auch positive Beispiele für die gegenseitige Unterstützung von Israelis und Palästinensern gibt. So werden Kinder, die in Bethlehem nicht medizinisch betreut werden können, in israelischen Krankenhäusern behandelt, ohne dass die israelischen Ärzte ein Honorar erwarten.
Die Brassband verabschiedete sich von Bethlehem mit ihrem letzten Konzert im Peace-Center, das neben der Geburtskirche liegt. Mit einer Einladung zu einem Weihnachtskonzert wurde die Brassband verabschiedet.
Pressebericht Naharija (Israel)
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Pressebericht Schwarzwälder Bote (Altensteig)
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